Rémy Zaugg: Gesammelte Schriften

Rémy Zaugg: Gesammelte Schriften : Texte, Briefe, Vorträge, Gespräche

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Description

Rémy Zaugg MalerRémy Zaugg (1943-–2005), geboren in Courgenay im Schweizer Jura, lebte und arbeitete in Basel und Mulhouse. Er war 'wie er gern betonte' vor allem Maler. Allerdings motivierten ihn schon früh grundsätzliche Fragen zur ästhetischen und ethischen Begründung von Wahrnehmung in Bezug auf Bilder, später Museen und Ausstellungen, Architektur und Stadt zu schriftlichen ÃuÃerungen. Sein erstes groÃes Projekt war die kartografische Ãbersetzung der Reproduktion eines Cézanne-Gemäldes, die er noch als Student in den 1960er Jahren unternahm. Es war eine ungewöhnliche Form der Ãbersetzung synoptischer Bildwahrnehmungen und momentaner Beobachtungen in Begriffe und Notationen, und das in immer wieder neuen Anläufen. Darauf -folgten verschiedene Kooperationsanlässe für Projekte und gemeinsame Texte mit dem Ethnologen Jacques Hainard. Nach der groÃen Einzelausstellung im Kunstmuseum Basel 1972 erkannte Rémy Zaugg ein groÃes Unverständnis aufseiten des Publikums. In der Folge zog er sich zurück und begann die Arbeit an dem umfangreichen, bislang unveröffentlichten 500seitigen Manuskript "Du même à l'incertain" (1972&76; Bd. 2: "Vom Selben zum Ungewissen") & eine spannende Auseinandersetzung mit den impliziten Annahmen der konventionellen Druckgrafik und dem Ziel ihrer Dekonstruktion; sodann thematisch eng mit diesem Text verknüpft die Publikation "Die List der Unschuld", eine umfassende Analyse der "Six Steel Boxes" von Donald Judd im Kontext des Basler Kunstmuseums. Seitdem reflektierte Zaugg kontinuierlich schriftlich über die eigenen malerischen Projekte sowie die künstlerische Haltung und Arbeitspraxis. In den 1980er Jahren gesellten sich die Fragen zur Kunst im -öffentlichen Raum und zur Museumsarchitektur hinzu; in den 1990er Jahren boten verschiedene Kooperationen mit den Architekten Herzog & de Meuron Gelegenheit zur schriftlichen wie mündlichen Beschäftigung mit Architektur. Dabei spielte stets die Auseinandersetzung mit dem Gegenüber bei Zaugg eine wesentliche Rolle: ob nun mit den Kunstwerken -anderer Künstler (Cézanne, Judd, Giacometti), in der -kuratorischen Arbeit für den Künstler Balthasar Burkhard, in den Gesprächen mit dem Schrift-steller und Zeichner Pierre Klossowski, dem Kurator Jean-Christophe -Ammann und dem Genfer Sammler Jean-Paul Jungo. Die Form der Gespräche, etwa auch mit Herzog & de Meuron, spielten mit dem Rollenwechsel: Zaugg wurde von -diesen auf klassische Weise interviewt, suchte aber selbst das Gespräch und die Begegnung mit den -Menschen, mit denen er auch gemeinsam Projekte -realisierte. Zudem wählte Zaugg wiederholt die Briefform, um seine Ãberlegungen in kommunikativen Situationen zu verorten (an die Museumsdirektoren Edy de Wilde, Suzanne Pagé oder Dominique Bozo, den Galeristen Claes Nordenhake u. a.). Fragen der Malerei, ihre propädeutische Funktion für die Gestaltung der Welt auf der Suche nach der vorurteilsfreien Existenz des Menschen, blieben, welche Textform Rémy Zaugg auch immer wählte, sein bestimmendes Thema.Ausstellungen:Museum für Gegenwartskunst Siegen, 1/11/2015-6/3/2016Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid, 7/4-28/8/2016show more

Product details

  • Paperback | 3000 pages
  • 254 x 258 x 175mm | 9,860g
  • Snoeck Verlagsges.
  • German
  • 300 farbige Abbildungen, 800 schwarz-weiße Tafeln
  • 3864421705
  • 9783864421709