Ordinarien der Inneren Medizin von 1864 bis 1928

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Description

Niemeyer und Rühle waren die ersten Internisten, die unter den neuen Arbeitsbedingungen den Gleichklang von Versorgung, Lehre und Forschung weiter vorantreiben konnten. Aber bereits kurz nach der Einweihung des neuen Hauses zeigte sich, dass die Bettenkapazität zu gering ausgefallen war. Da die Vorschläge zur Erweiterung nicht realisiert wurden, nahm Rühle nach nur vier Jahren in Greifswald einen Ruf nach Bonn an. Mit Mosler trat dann ein Kliniker die Nachfolge an, der durch Kontinuität und schrittweise Verbesserungen einen nachhaltigen Einfluss auf die universitären Grundaufgaben des neuen Krankenhauses ausübte. Die poliklinische Arbeit hat er durch klare Zielvorstellungen und den Stellenzuwachs von zwei Assistenten auf ein höheres Niveau gehoben. Seine Tätigkeit war aber auch durch einen ständigen Kampf um bauliche Erweiterungen geprägt. Da der alte Hörsaal mit seinen 64 Sitzplätzen für die gestiegene Studentenzahl nicht mehr ausreichte, wurde 1876 ein neu erbautes Auditorium mit einer Kapazität für 120 Hörer eingeweiht. Moslers Traum, eine neue medizinische Klinik errichtet zu sehen, erfüllte sich nicht. Immer wieder wurden mit Baracken Provisorien geschaffen, ehe es dann unter Moritz 1903 zu einem Neubau der chirurgischen Klinik kam. Fortschritte gab es durch einen Anbau auf der Hofseite zur Anatomie hin sowie durch ein Desinfektionshaus und ein Zentralwirtschaftsgebäude an der Hunnenstraße, die gemeinsam mit der Chirurgie zu nutzen waren. Eine kurzzeitige Besonderheit gab es nach der Berufung von Krehl. Für Strübing, bekannt geworden als Erstbeschreiber der paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinurie, wurde ein gesondertes Ordinariat für das Direktorat der medizinischen Poliklinik eingerichtet. Mit Oskar Minkowski betrat 1905 einer der großen Internisten des Jahrhunderts die Greifswalder Bühne. Eine deutliche Anhebung des Niveaus für die Unterbringung und Behandlung von Infektionskranken gab es durch den Neubau eines Absonderungshauses, dessen Nutzung ab 1919 unter Morawitz begann. Neben ihm hatten noch Steyrer und Straub in Greifswald ihre ersten Ordinariate inne, bevor sie den Ruf an eine größere Universität annahmen. Erst mit Katsch, der 1928 nach Greifswald kam, fand sich wieder eine längere Schaffensperiode, die er nutzte um eine weit ausstrahlende wissenschaftliche Schule aufzubauen. Darüber wird ab Heft 4 dieser Reihe mehr zu erfahren sein.show more

Product details

  • Paperback | 50 pages
  • 147 x 211 x 4mm | 104g
  • Pro Business
  • 1. Jg.
  • 9783863864415