Ohr Und Auge - Klang Und Form
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Ohr Und Auge - Klang Und Form : Facetten Einer Musikasthetischen Dichotomie Bei Johann Gottfried Herder, Richard Wagner Und Franz Schreker

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Description

Dass man eine musikalische Form "uberschaubar" - und nicht etwa "uberhorbar" - nennt, mutet ebenso selbstverstandlich an wie der immer wieder formulierte Vergleich zwischen Musik und Architektur. Doch verbirgt sich hinter diesem Transfer optischer Kategorien auf akustisch wahrnehmbare Klangereignisse eine Traditionslinie, die bereits im 18. Jahrhundert Widerspruch hervorrief. So kritisierte Johann Gottfried Herder den von der Architektur entlehnten Formbegriff klassizistischer Autoren als Kolonialisierung des Ohrs durch das Auge - ein Gedanke, den Richard Wagner aufgreifen und gegen Eduard Hanslicks Asthetik des "Musikalisch-Schonen" verteidigen sollte. In diesem Sinne wird Wagners "unendliche Melodie" neu als Versuch interpretiert, eine "unanschauliche", von der Vorherrschaft des Auges weitgehend befreite Musik zu schaffen. Klang und Form treten dabei in ein Verhaltnis, das sich mit Begriffspaaren wie "dionysisch/apollinisch" (Nietzsche) oder "Es/Ich" (Freud) verbindet und auf dieser Grundlage sogar musikdramatische Gestalt gewinnt: in Wagners Meistersingern von Nurnberg und noch am Ende der 1910er Jahre in Franz Schrekers Die Gezeichneten.
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Product details

  • Hardback | 307 pages
  • 175 x 244 x 23mm | 640g
  • Stuttgart, Germany
  • German
  • Illustrations, unspecified
  • 3515088687
  • 9783515088688

Review Text

"[...] ein wichtiger Beitrag ... ."
Musik & Ästhetik, 2008/48
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Review quote

"[...] ein wichtiger Beitrag ... ."
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About Arne Stollberg

Arne Stollberg, geb. 1973, Studium der Musikwissenschaft, Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Frankfurt/M., 2001. 2012 zuerst Assistent, dann Oberassistent, zuletzt Lehrbeauftragter am Institut für Musikwissenschaft der Universität Bern. Ab Sommer 2012 Förderungsprofessur des Schweizerischen Nationalfonds am Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Basel. Promotion 2004 mit der Arbeit 'Ohr und Auge Klang und Form. Facetten einer musikästhetischen Dichotomie bei Johann Gottfried Herder, Richard Wagner und Franz Schreker' (Stuttgart 2006), Habilitation 2010 (München 2013). Forschungsschwerpunkte: Fragen der Musikästhetik und musikalischen Analyse, des Musiktheaters und der sinfonischen Instrumentalmusik vom 18. bis zum 21. Jahrhundert.
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