Mit Maschinengewehr Und Heiligenschein
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Mit Maschinengewehr Und Heiligenschein : Hybrider Opfertod, Nationale Erinnerungskultur Und Patriarchat Im Heutigen Kosovo

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Description

Teile der kosovoalbanischen Nachkriegsgesellschaft pflegen auch rund 15 Jahre nach dem Konflikt noch einen ausgepragten MartyrerInnen-Kult, dessen Dynamik eine todliche Opfer-Logik innewohnt. Mithilfe eines ethnologischen Blicks werden in vorliegender Studie die Verflechtungen dieses hybriden Opfermythos mit christlicher Symbolik als auch mit Elementen des nordalbanischen Patriarchats aufgezeigt, um dem Geheimnis des sakrifiziellen Bekehrungspotenzials nachzuspuren. Des Gabenratsels" Losung scheint in der Etablierung eines Schuldverhaltnisses zu liegen. Durch den Einbezug des Dativs" in die Erinnerung an die im Krieg Getoteten, sprich der Verwendung einer dualen Kommunikationsstruktur, an dessen einem Ende eine gleichsam personale Entitat mit sakralem Charakter steht, in deren Abhangigkeit sich die Erinnerungsgemeinschaft wahnt, wird wahrlich der Kriegstod in eine Illusion des Opfers" transformiert, mit der die Erfindung einer Schuld" einhergeht. Aus einem Sterben an" wird ein Sterben fur." Es ist ein Gesellschaftsgrundungsversuch, der die Beteiligten in ein Verpflichtungsverhaltnis einbindet und zur Gegengabe auffordert: Denn jedes Opfer fordert ein weiteres.
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Product details

  • Paperback | 152 pages
  • 148 x 210 x 8mm | 191g
  • United States
  • German
  • 1., Aufl.
  • black & white illustrations
  • 3954252929
  • 9783954252923

About Nikolaus Gerold

Nikolaus M. Gerold, M.A., geboren 1986, wuchs in Uffing am Staffelsee auf. Sein Studium der Ethnologie, Europaischen Ethnologie und Religionswissenschaft an der LMU Munchen schloss er als Magister Artium mit exzellenten Leistungen ab. Bereits wahrend des Studiums sammelte der Autor umfassende Feldforschungserfahrungen in Sudosteuropa, mit dem Fokus auf albanophone Gesellschaften und deren Sprache. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zahlen Ethnologie der Liebe & Sexualitat in muslimischen Gesellschaften Sudosteuropas, Erinnerung & Identitat, Nationalismus, Postcolonial studies, Globalisierung und Gender studies. Nikolaus M. Gerold lebt in Munchen, Prishtina und Leuven, und arbeitet neben seiner Promotion zu Tourismus in matrilinearen Gesellschaften Nordost-Indiens als Ubersetzer und Dokumentarfilmer.
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