Mentalitätsgeschichtliche und ästhetische Untersuchungen der Grabmalsplastik des Karlsruher Hauptfriedhofs
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Mentalitätsgeschichtliche und ästhetische Untersuchungen der Grabmalsplastik des Karlsruher Hauptfriedhofs

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Description

Der 1874-76 nach Entwürfen von Josef Durm entstandene Karlsruher Hauptfriedhof wird zum einen in seiner Ganzheit erfasst, es werden die Anlageform mit der sich dahinter verbergenden Konzeption, die Hochbauten, wie die Camposanto-Anlage mit der Friedhofskapelle von Durm sowie das alte Krematorium nach Plänen August Stürzenackers dargestellt und zum anderen wird er in seinen "einzelnen Elementen", den Grabmälern, untersucht. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Grabmalen, d. h. auf den Grabmalformen, deren Entstehung, Auftreten und Aussehen (in einem Zeitraum seit der Eröffnung des Hauptfriedhofes bis zum Zweiten Weltkrieg). Dabei finden äußere Umstände, Mode- bzw. Zeitströmungen, Veränderungen durch Industrie und Bevölkerungszuwachs sowie die unterschiedlichen Friedhofsreformen Berücksichtigung. Die verschiedenen Grabmalformen und Attribute werden mit Provenienz, Auftreten auf dem Karlsruher Hauptfriedhof und exemplarischen Abbildungen veranschaulicht. Ebenso werden Materialvorlieben und Probleme der Restaurierung betrachtet. Anschließend findet eine Untersuchung der Formen der Kriegsgräber des Hauptfriedhofes statt. Einen weiteren Aspekt bilden die Künstler der Grabmäler bzw. die Karlsruher Grabmalbetriebe und Lehranstalten, aus denen Grabmale für den Hauptfriedhof hervorgingen sowie überregionale Werkstätten und Firmen, wie die "Württembergische Metallwarenfabrik (WMF)" in Geislingen / Steige oder "Villeroy & Boch" in Merzig. Neben unbekannten Steinmetzen der ortsansässigen Grabmalbetriebe waren viele Grabmalkünstler in Karlsruhe und über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Diese werden zusammengefasst und mit kurzer Vita und einer Auflistung der bemerkenswertesten Grabmäler, die sie für Karlsruhe geschaffen haben, vorgestellt. Ein Blick auf die zeitgenössische Rezeption der Friedhofs- bzw. Grabmalskunst soll das damalige Verständnis für die Grabmalskunst und die Präsenz der Thematik durch eine Auswahl an Zitaten aus zeitgenössischen Publikationen demonstrieren. Darüber hinaus werden die Reformbestrebungen innerhalb der Grabmal- und Friedhofskunst in Deutschland, bei der die "Wiesbadener Gesellschaft für Grabmalkunst" unter der Leitung von Wilhelm Grolmann Anfang des 20. Jahrhunderts neben Hans Grässels Projekt des "Münchener Waldfriedhofes" sowie dem "Reichsausschuß für Friedhof und Denkmal" und dem sogenannten "Refomgrabmal" eine große Rolle spielte, aufgezeigt und welche Auswirkungen die genannten Friedhofsreformen in Karlsruhe zur Folge hatten. Am Schluss der Arbeit erfolgt ein Vergleich zu anderen ausgesuchten europäischen Friedhöfen. Die Parallelen bzw. Unterschiede zum Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg, zum Mannheimer Hauptfriedhof, zum Wiener Zentralfriedhof und zum Friedhof Staglieno in Genua werden anhand ausgesuchter Kriterien aufgezeigt. Der Karlsruher Hauptfriedhof wird in Bezug auf seiner Anlageform sowie der auftretenden Grabmalformen in einem deutschen bzw. europäischen Kontext betrachtet.show more

Product details

  • Paperback | 350 pages
  • 148 x 210 x 20mm | 480.81g
  • Karlsruher Institut für Technologie
  • German
  • graph. Darst.
  • 3866440324
  • 9783866440326