Hegel & Hegel
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Hegel & Hegel : oder Der Geist des Weines

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Description

Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770 bis 1831) ist eine der interessantesten Figuren der Philosophiegeschichte. Kein anderer Philosoph hat es gewagt, die Welt derart rigoros in Gedanken zu pressen, und bei keinem anderen Philosophen liegt das Großartige so nah am Gemütlichen wie bei Hegel. Zwei Seelen, könnte man sagen, wohnten in seiner Brust, woraus sich, bedenkt man in diesem Zusammenhang Hegels regelmäßigen und gehörigen Weinkonsum, eine gewagte These ableiten ließe: Es gab Hegel, den Abenteurer des Geistes, und Hegel, den Bürger, der sich im späten Ruhm einhauste und dafür sorgte, dass sich sein Weinkeller nicht leerte. Otto A. Böhmer erzählt vom Leben und Werk eines Philosophen, der den Zumutungen der Wirklichkeit die List der Vernunft und den Geist des Weines entgegensetzte, was zu Lebzeiten niemand störte, später aber, in zunehmend ernüchterten Zeiten, Enthüllungsjournalisten auf den Plan rief, die sich daran machten, Hegel (ebenso wie den verehrten Goethe) auf Normalmaß zurückzustutzen. Auch davon wird berichtet. "Hegel & Hegel" ist kein Buch für Suchtbeauftragte, sondern erinnert an die altehrwürdige Kunst des metaphysischen Trinkens, die zwar bislang nicht ins Visier der Bedenkenträger geraten ist, sich aber anbietet, schon bald unter gesundheits-politischen Generalverdacht gestellt zu werden.show more

Product details

  • Hardback | 145 pages
  • 123 x 193 x 18mm | 229g
  • Kloepfer und Meyer
  • German
  • 3863510178
  • 9783863510176

Review Text

"Mit Feingefühl für Sprache und Sinn weist das Buch Böhmers ins tiefe Innere des trinkfesten Hegels. Der Schreiber dieser Zeilen behauptet nicht, Hegel jemals einigermaßen verstanden zu haben, konnte sich aber mit Böhmers Bucherfreulich weit an dessen Philosophie anpirschen, ohne Kopfweh zu bekommen. Kann man einem philosophischen Text ein schöneres Kompliment machen? Ich glaube nicht und proste beiden zu, dem Hegel und meinem Zeitgenossen Böhmer." Vincent Klink, Häuptling Eigener Herd "In seiner ebenso lockeren wie mitreißenden Art erzählt Otto A. Böhmer das Leben von 'Hegel und Hegel': Der eine Hegel ist der philosophische Geist, der andere der Mensch, also der Geist aus der Flasche. (...) Im Gegensatz zu Hegels Schriften gerät man bei der Lektüre von Böhmers Erzählung in einen starken Sog, der erst vom Leser lässt, wenn er das Buch beendet hat. Die frühen Jahre im Stift zu Tübingen, die Hungerleiderzeit als Hofmeister, eine wenig erbauliche Wanderung durch die Berner Alpen (die erklären soll, weshalb Hegel später der Naturphilosophie nichts abgewinnen konnte) und seine im Geist des Weines durch die Berliner Nacht wabernden Gedanken - all das wird fiktiv, aber hart an den Fakten, von Otto A. Böhmer tragikomisch erzählt. Wir erfahren auch von dem unehelichen Sohn Ludwig aus Jenaer Tagen und der geistigen Umnachtung der Schwester Christiane, die ihr Leben in einer Irrenanstalt beschloss. (...) Ins Literarische umgedreht hat die Hegelsche Philosophie schon Robert Menasse mit seiner Roman-'Trilogie der Entgeisterung', der er später noch eine theoretische Unterfütterung in Gestalt der schmalen Schrift 'Phänomenologie der Entgeisterung' hinterdrein schickte. Wer das Leben und Denken Hegels aber humorvoll aufbereitet haben möchte, der lese Böhmer." Thüringische Landzeitung "Böhmers Erzählung ist ein süffiges Lese- und dialektisches Denkvergnügen. Hegel reimt sich zwar auf Promillepegel, aber nie wird er als bloßer Trunkenbold denunziert. Der Geist des Weines strömt frei aus der Flasche, 'jener allererste enthusiasmierende Beweger, der sein Leben anschob, ein unsichtbarer, unermüdlicher Brandbeschleuniger des Wissens'. Hegel glaubte, dass wir nicht nur subjektiv denken, sondern dass auch der Weltgeist ins uns denkend zu Bewusstsein kommt. Gleiches ließe sich dann wohl vom Wein sagen: Nicht allein wir trinken, in uns trinkt der Weltweingeist mit." Schwäbisches Tagblatt "Der einst bekannteste deutsche Philosoph tritt hier gedoppelt auf, um solcherart Böhmers These zu verdeutlichen: Bei keinem anderen Denker 'liegt das Großartige, das Gewaltige so nah am Gemütlichen wie bei Hegel'; es gab also H & H, 'den Abenteurer des Geistes und den Bürger, der sich im Ruhm einhauste und dafür Sorge trug, daß sein Weinkeller nicht leer wurde'. Der spät zu Lehramt und Ansehen gelangte Philosoph, der aus seiner Betrachtung der Welt und der Weltgeschichte den Schluss zog, dass 'erst die vom Geist durchdrungene Wirklichkeit' die 'wahre und vernünftige Wirklichkeit' sei, hatte auch eine innige, intensive Beziehung zum Weingeist. 'Über ein Fäßchen Wein freut er sich mehr als über ein schlaues Buch', schreibt Böhmer in dieser rhythmisch beschwingten biographischen Etüde, allegro con brio, in einem verführerisch süffigen Stil, altertümliche Eleganz mit modernem Schwung vortragend, visionär-psychologisch, schelmisch-interpretatorisch, begriffssicher aus einem üppigen Bildungsfundus erinnerungsbunte Deutungen ziehend, einschub-, komma- und partizipienreich im Satzbau, den bisweilen so kühne Sprachbilder zieren, wie 'der Himmel über ihnen ein helles, mutwilliges Dach' oder 'ein Schattengewächs im Lichthof des Denkens'. Ein Buch, das man mit einem fröhlichen Prost! aufschlagen sollte." Wiener Zeitung "Ein wunderbares Buch über die Gebrechen der Hegelschen Philosophie. Weniger über ihre Größe. Denn warum dieser Hegel in Berlin so berühmt war, obwohl er kaum verständliche Bücher scshow more