Hölderlin. Eine Winterreise

Hölderlin. Eine Winterreise

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Description

Hölderlins Reise nach Bordeaux im Winter 1801/1802 stellt bis heute ein großes Rätsel dar. Sicher ist nur: Sie wurde zum entscheidenden Wendepunkt im Leben und Schreiben des Dichters. Thomas Knubben ist der Route Hölderlins zu Fuß gefolgt. Von Nürtingen aus wanderte er über die Alb, über den Schwarzwald, über Straßburg, Lyon, die Auvergne nach Bordeaux. Im Winter und allein. Er unternimmt eine poetische Wanderung. Er will wissen, ob auf diese Weise Neues zu erfahren ist über Hölderlins "fatale Reise". Und ob es gelingen kann, den in den Dichterolymp Entschwundenen wieder ein Stück weit zurückzuholen in den Erfahrungshorizont der Gegenwart, ihn begreifbar zu machen in seiner alltäglichen poetischen Kraft.show more

Product details

  • Hardback | 223 pages
  • 216 x 284 x 26mm | 1,120.37g
  • Kloepfer und Meyer
  • German
  • Prachtausgabe mit Bildern überLandschaften von Claudio Hils nach Fotografien von Thomas Knubben sowie historischen Abbildungen und Dokumenten.
  • 3863510224
  • 9783863510220

Review quote

"Als notorischer Kopfwanderer beneide ich Thomas Knubben um seine realen Erfahrungen auf dem Gang nach Bordeaux. Er ist Hölderlin auf der Spur - so, wie ich mirs denke: Man kann die Sprache Hölderlins nur im Gehen begreifen." Peter Härtling "Thomas Knubben ist ein Verführer. Mit suggestiver Kraft zieht er uns in den Bannkreis Hölderlins, so dass wir glauben, mit den Augen des Dichters sehen, mit seiner Seele empfinden zu können." Beatrice Eichmann-Leutenegger "Ein kundiger Bericht, eine kulturhistorische Flaneursgeschichte." Süddeutsche Zeitung "Knubben gelingt es, den Poeten in den Erfahrungshorizont der Gegenwart zurückzuholen und zugleich Teile der Kulturgeschichte anderer Winterreisen zu vermitteln - von Wilhelm Müller und Franz Schubert über Johann Georg Seume bis hin zu Werner Herzog und Richard Long." Südkurier "Knubben erlaubt sich das Abschweifen, und man folgt ihm dabei gerne. Die Reise nimmt so eine wahrhaft sinnliche Gestalt an." Schwäbische Zeitungshow more

About Thomas Knubben

1960 in Rottweil geboren, lebt in avensburg und lehrt in Ludwigsburg. Er studierte in Tübingen und Bordeaux Geschichte, Germanistik, Empirische Kulturwissenschaft und promovierte in Essen. Danach zunächst Kulturreferent in Fellbach und Ravensburg. Seit 2003 Professor für Kulturwissenschaft und Kulturmanagement an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Seine Veröffentlichungen schlagen die Brücke zwischen Kulturgeschichte, Kulturmanagement und Kunst. Mit Friedrich Hölderlin war er nun im wahrsten Sinne einem Dichter auf der Spur, den er schon seit mehr als zwei Jahrzehnten fest im Blick hatte.show more

Review Text

"Die beiden üblichen Zugänge zu Hölderlin - die Auswertung historiografischer Quellen und die Gedichtinterpretationen - will Knubben um eine dritte Dimension ergänzen: die Erfahrungen des Poeten buchstäblich erwandern. Herausgekommen ist ein Buch, das in Form eines Essays geschichtliche Fakten, Verse Hölderlins, Gedanken Knubbens und dessen Begegnungen unterwegs kombiniert. Der mühsamen Prozedur der Passbeantragung Hölderlins in Straßburg etwa stellt der Autor den glanzvollen Übertritt des Rheins durch Marie Antoinette drei Jahrzehnte zuvor gegenüber." Wolfgang Berger, Stuttgarter Zeitung "Ein ganz besonderes Wanderbuch, das akribisch biografischen Details nachgeht, den Verlauf von Hölderlins Reise nachvollzieht beim heutigen Wandern." Blätter des Schwäbischen Albvereins "Wenn auch scharfe Thesensetzungen ausbleiben, entpuppt sich Knubbens Fährtensuche als solide Innenschau in die Seele eines deutschen Meisterdichters. Entstanden ist so eine konzentrierte Hommage an Hölderlin und gleichsam eine liebenswerte Erkundung der Façon francaise." allemende "Mit dem detektivischen Temperament des Wissenschaftlers studiert Knubben alte Landkarten, untersucht Hölderlins - vermutete - Wanderoute auf Plausibilität. Dieses Nachsinnen führt mitten hinein in Leben und Werk des Dichters. Knubbens Wunsch zu erfahren, 'was mir Hölderlin auf dem Weg mitzuteilen hat', geht in Erfüllung." DAAD Letter - Literatur "Wer dieses spezielle Wanderbuch liest, muss das Werk von Hölderlin, seine schwierige Lebensgeschichte und die Mutmassungen über ihn nicht kennen. Was zum Verständnis nötig ist, fliesst in kleinen Dosen ein, an Hinweisen für weitere Lektüren mangelt es nicht." P.S. die linke Zürcher Zeitung "Die richtige Lektüre für die Jahreszeit, in der nicht nur die Fahnen klirren, sondern gelegentlich noch die Fröste: Thomas Knubbens 'Winterreise', eine aufopfernde Wanderung auf Hölderlins Spuren." Wilhelm Triebold, Schwäbisches Tagblatt "Souverän verwebt Knubben eigene Wandererlebnisse mit Hölderlins Lyrik, Wilhem Müllers 'Winterreise' oder Goethes 'Harzreise'. Er stellt Hölderlins Schicksalreise in den historischen Kontext und erinnert an die ideologische Vereinnahmung des Poeten durch die Nationalsozialisten. Zudem bietet der Fährtensucher wahre Glanzstücke französischer Landeskunde. Der Versuch, das Lebensbild und Land des Dichters zu erwandern, gerät zur sinnlich-sinnreichen 'Promenadologie'". Wiener Zeitung "Der Ansatz des Autors ist sicherlich ein angemessener Zugang, ist eine sinnvolle Annäherung an Hölderin, an das, was er als Dichter stiftete, an das Bleibende, aber auch an das, was neu erfahren werden kann. Das bekannte, von Franz Hiemer gemalte Portrait Hölderlins, das ihm nicht einmal recht ähnlich sah und doch das erste ist, das landläufig mit Hölderlin assoziiert wird, dieses Bild des allzu zarten und gepuderten Beau löst sich auf im Thythmus der vielen Schritte und im Gewinn an Informationen. Im geistigen Mitgehen wird es peu à peu ersetzt durch das des sensiblen und doch ausdauernden Wanderers, der äußere und innere Räume durchmisst und mitteilt. Es wird Hölderlin gerechter." Nürtinger Stattzeitung "Thomas Knubben ist den Spuren Hölderlins sehr nahe gekommen - und streift doch die Gegenwart mit einigem Augenzwinkern. Ortskundige fühlen sich bei der Lektüre geradezu auf Location Tour: Vincent Klinks Sterne-Restaurant auf der Stuttgarter Wielandshöhe findet genauso Erwähnung wie die lärmende Bundesstraße durchs Siebenmühlental, die mangelhafte Wegebeschilderung durch den Schönbuch, das wundervolle Theater Lindenhof auf der Schwäbischen Alb. Doch ab Straßburg versandet die Route. Dass Hölderlin die folgenden 550km bis Lyon in elf Tagen zu Fuß gegangen sein soll, erscheint kaum menschenmöglich. Hat er die Postkutsche oder das Schiff benutzt? Gerade im Experiment, im tastenden Absuchen des vermuteten Weges, im Deuten der wenigen erhalteneshow more