Gewissensfreiheit Und Normativitat Des Positiven Rechts

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Description

Keine positive Rechtsordnung kann Konflikten zwischen Rechtsbefehlen und individuellen Wertvorstellungen ausweichen. Die Reaktion des positiven Rechts auf Gewissenshaltungen und das Mass bewusstseinsformender Einwirkung des Staates reflektieren in geradezu exemplarischer Weise das Selbstverstandnis einer Verfassungsordnung und das ihr zugrundeliegende Menschenbild. Die Rucksicht auf Gewissenspositionen steht ebenso wie das strikte Beharren auf Wertentscheidungen des positiven Rechts in einem Spannungsfeld, das von normativen Strukturprinzipien erzeugt wird, welche den Staat als Friedens- und Ordnungsmacht einerseits und als Garanten freier personlicher Lebensgestaltung andererseits kennzeichnen und tragen. Im Vordergrund stehen die Bezuge zum Staatsrecht der Bundesrepublik Deutschland. Daneben haben vielfaltige rechtstheoretische, soziologische und rechtsvergleichende Fragestellungen Eingang in die Untersuchung gefunden. Schwerpunkte bilden die Diskussion des Gewissensbegriffs aus empirischer und normativer Sicht sowie die Schranken, welche der Gewissensbetatigungsfreiheit durch allgemeine, weltanschaulich neutrale Gesetze gezogen sind.
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Product details

  • Paperback | 345 pages
  • 155 x 235 x 18.54mm | 494.42g
  • Springer-Verlag Berlin and Heidelberg GmbH & Co. K
  • Berlin, Germany
  • German
  • Softcover reprint of the original 1st ed. 1989
  • XV, 330 S.
  • 3642750273
  • 9783642750274

Table of contents

1. Teil: Gewissen und Rechtsgeltung.- 1. Kapitel: Gewissensfreiheit, Legitimität und Geltungskraft positiven Rechts.- 1. Rechtsgeltung als soziologischer Befund.- 2. Gewissensfreiheit, Legalität und Legitimität einer Rechtsordnung.- a) Legitimität und Legitimitätskriterien als staatsrechtliche Begriffe.- b) Legitimität als faktische Akzeptanz verbindlicher Entscheidungen und Gewissensfreiheit.- 3. Rechtsgeltung, Rechtspflicht und Gewissensentscheid.- a) Gewissen und Rechtsgeltung.- b) Rechtspflicht und ethische Pflicht zum Rechtsgehorsam.- 2. Kapitel: Gewissensfreiheit und überpositives Recht.- 1. Allgemeines.- 2. Antike Naturrechtslehre.- 3. Thomas von Aquin.- 4. Luther.- 5. Hobbes.- 6. Rousseaus Sozialvertragslehre.- 7. Vernunftlehre Kants.- 8. Moderne kirchliche Positionen zur Bedeutung des Gewissensentscheides.- a) Katholische Naturrechtslehre und Sozialethik.- b) Evangelische Soziallehre.- 9. Empirischer Naturrechtsbegriff.- 10. Zusammenfassende Würdigung.- 3. Kapitel: Legalität, Moralität und Gewissen.- 4. Kapitel: Gewissensfreiheit und Widerstandsrecht.- 2. Teil: Rechtsgeschichte und Rechtsvergleichung.- 5. Kapitel: Die Gewissensfreiheit und ihre Säkularisierung im rechtsgeschichtlichen Überblick.- 1. Altes Reichsstaatsrecht.- 2. Glaubens- und Gewissensfreiheit in den britischen Kolonien Nordamerikas.- 3. Die Entwicklung in Brandenburg-Preußen.- 4. Weimarer Reichsverfassung.- 5. Grundgesetz.- 6. Kapitel: Frankreich.- 7. Kapitel: Großbritannien.- 8. Kapitel: Österreich.- 9. Kapitel: Schweiz.- 10. Kapitel: Vereinigte Staaten von Amerika.- 1. Allgemeines.- 2. Schutz des forum internum und der Gewissensbetätigungsfreiheit.- 3. Einzelfragen.- a) Verweigerung von Wehrdienst und zivilem Ersatzdienst.- b) Geschworenendienst.- c) Sonderstatusverhältnisse.- d) Abgabenverweigerung.- e) Strafrechtlicher Rechtsgüterschutz.- 4. Begriff der Gewissensentscheidung.- 5. Beweislast.- 6. Elemente der Güterabwägung.- 11. Kapitel: Sozialistische Rechtsordnungen (DDR und UdSSR).- 12. Kapitel: Schutz der Gewissensfreiheit in Menschenrechtsübereinkommen.- 1. Universelle Verträge.- 2. Europäische Menschenrechtskonvention und andere regionale Menschenrechtsübereinkommen.- 13. Kapitel: Zusammenfassung aus rechtsvergleichender und völkerrechtlicher Sicht.- 3. Teil: Das Gewissen als empirischer Befund und als Rechtsbegriff.- 14. Kapitel: Das Gewissen als Begriff des positiven Rechts.- 15. Kapitel: Das Gewissen als psychische Struktur und Funktion.- 1. Das Gewissen als identitätswahrende Instanz.- 2. Die kognitive Komponente des Gewissens.- 3. Die affektive Komponente des Gewissens.- 16. Kapitel: Gewissensbildung und Internalisierung von Gewissensnormen.- 1. Allgemeines.- 2. Gewissensbildung und Integrationsfunktion des positiven Rechts.- 17. Kapitel: Die Qualifikation geschützter Gewissenspositionen nach objektiven Wertmerkmalen.- 1. Allgemeines.- 2. Der "sittliche" Charakter von Gewissensentscheidungen.- 3. Universeller Geltungsanspruch von Gewissenspositionen.- 4. Rationale Elemente von Gewissensentscheidungen.- 5. Bezug zum individuellen Verantwortungsbereich.- 18. Kapitel: Etatisierung des Gewissens.- 4. Teil: Grundfragen der Gewissensfreiheit im positiven Recht.- 19. Kapitel: Funktionen der Gewissensfreiheit.- 1. Allgemeines.- 2. Schutz der persönlichen Identität und der seelischen Integrität.- 3. Reduktion des Rechtssatzbegriffs.- 4. Integration innerhalb der Rechtsgemeinschaft.- 5. Sicherung sozialer Rollenbeziehungen.- 6. Demokratiespezifische Bewältigung gesellschaftlicher Sinnkrisen.- 20. Kapitel: Gewissen, staatliche Souveränität und organschaftliches Handeln.- 1. Gewissensfreiheit und Souveränität.- 2. Gewissensfreiheit und organschaftliches Handeln.- 21. Kapitel: Gewissensfreiheit und ziviler Ungehorsam.- 22. Kapitel: Gewissensfreiheit und Gewaltverbot.- 23. Kapitel: Neutralität des Staates, Pluralismus und Gewissensfreiheit.- 24. Kapitel
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