Einstellungs- und Verhaltensänderungen in und durch Kleingruppen: Rezeption eines sozialpsychologischen Komplexes für den kirchlichen Kontext

Einstellungs- und Verhaltensänderungen in und durch Kleingruppen: Rezeption eines sozialpsychologischen Komplexes für den kirchlichen Kontext : Ein Beitrag zum interdisziplinären Austausch zwischen Praktischer Theologie und Sozialwissenschaften

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Description

Durch eine intensive Gruppenkohäsion, eine starke Abgrenzung nach auÃen und einen streng normierten Verhaltenskodex versuchen einige Gruppen und Organisationen auch im religiösen Bereich den Menschen ein Gefühl von Geborgenheit, Stabilität und Sicherheit zu vermitteln. Der Preis dafür ist jedoch hoch: Für diese Ersatzwirklichkeit wird Gefügigkeit unter Normsetzungen gefordert, die nicht selbst mitbestimmt werden können und die nicht immer durchschaubare Ziele verfolgen.Kirchen jedoch, die ihre Aufgabe darin verstehen, die Freiheit des Evangeliums zu verkünden, die Emanzipation des Einzelnen zu fördern und die kritischen Fähigkeiten des Individuums zu stärken, sollten andere Wege suchen: Sie sollten in einer durch Individualisierung und Pluralisierung gekennzeichneten Zeit in und durch Kleingruppen den Menschen die Möglichkeit bieten, ihre Einstellungen und Verhaltensweisen verändernd wahrzunehmen. Zum Autor Sidnei Noé , geboren 1966 in Brasilien, schloss sein Theologiestudium 1990 ab. Nach seiner Promotion bei Prof. Winkler an der Kirchlichen Hochschule in Bethel (Bielefeld) war er Gemeindepfarrer in São Paolo. Seit 2000 ist er Professor für Praktische Theologie an der lutherischen Hochschule "Escola Superior de Teologia" in São Leopoldo. Sein Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich des Dialogs zwischen Seelsorge und Psychoanalyse.show more

Product details

  • Paperback | 266 pages
  • 148 x 210 x 15mm | 337g
  • Frank & Timme
  • 9783865960481

Table of contents

1;Vorwort;62;Inhaltsverzeichnis;103;I. Veränderung: Eine Frage der Einstellung;123.1;1.1. Erkenntnisse aus der Einstellungsforschung;213.1.1;1.1.1. Einstellungen: ein zentrales Thema der Sozialpsychologie;213.1.2;1.1.2. Definitionen von Einstellungen;233.1.3;1.1.3. Das Komponentenmodell;283.1.3.1;1.1.3.1. Die affektive Komponente;283.1.3.2;1.1.3.2. Die kognitive Komponente;313.1.3.3;1.1.3.3. Die konative Komponente;353.1.3.4;1.1.3.4. Zusammenfassung und Würdigung des Komponentenansatzes;383.1.4;1.1.4. Funktionen der Einstellungen;403.2;1.2. Entstehung und Ãnderung von Einstellungen;443.2.1;1.2.1. Einstellungen werden gelernt;453.2.1.1;1.2.1.1. Lerntheorien;463.2.1.1.1;1.2.1.1.1. Das klassische Konditionieren;463.2.1.1.2;1.2.1.1.2. Das operante Konditionieren;483.2.1.1.3;1.2.1.1.3. Das Lernen am Modell;533.2.1.1.4;1.2.1.1.4. Zusammenfassung der Lerntheorien;583.2.1.2;1.2.1.2. kognitivistische Ansätze;613.2.1.2.1;1.2.1.2.1. Heiders Gleichgewichtskonzept;623.2.1.2.2;1.2.1.2.2. Das Kongruenzprinzip von OSGOOD u. TANNENBAUM;683.2.1.2.3;1.2.1.2.3. Die Theorie der kognitiven Dissonanz von FESTINGER;743.2.1.2.4;1.2.1.2.4. Diskussion der kognitivistischen Ansätze;823.2.2;1.2.2. Einstellungen sind änderungsresistent;863.3;1.3. Einstellungsänderung und Verhalten;883.3.1;1.3.1. Ãberblick der Richtung: Einstellungen führen zur Verhaltensänderung;883.3.2;1.3.2. Verhaltensänderungen führen zur Einstellungsänderung;923.3.3;1.3.3. Auswertung;953.4;1.4. Zusammenfassung und Ausblick;964;II. Verhaltens-Einstellungsänderung: Eine Aufgabe für Kleingruppen;994.1;2.1. Einführung;994.2;2.2. Gruppen und Verhaltens-Einstellungsänderung;1104.2.1;2.2.1. Konvergenzkraft in Richtung eines hypothetischen Zentrums;1114.2.2;2.2.2. Beeinflussungsprozesse;1134.2.2.1;2.2.2.1. Konformitätsdruck;1144.2.2.1.1;2.2.2.1.1. Anpassungskonformität;1164.2.2.1.2;2.2.2.1.2. Einstellungskonformität;1204.2.2.1.3;2.2.2.1.3. Unabhängiges und antikonformes Verhalten;1224.2.2.1.4;2.2.2.1.4. Auswertung;1284.2.3;2.2.3. Entartungserscheinungen von Gruppen;1314.2.3.1;2.2.3.1. Die Gruppe als groÃe Mutter;1324.2.3.2;2.2.3.2. Die Gruppe als starre Institution;1344.2.3.3;2.2.3.3. Die incurvatio in semet ipsum Gruppe;1364.2.3.4;2.2.3.4. Die Gruppe als Masse ;1384.2.3.5;2.2.3.5. Die Gruppe als Menge ;1424.2.3.6;2.2.3.6. Auswertung;1444.3;2.3. Modellvorstellung dieser Arbeit;1454.3.1;2.3.1. Zielvorstellung;1454.3.2;2.3.2. Verhaltens- und Einstellungsänderung durch dramatisches Spiel;1494.3.2.1;2.3.2.1. Paradigma a: J. HARTUNGs verhaltenstheoretischer Ansatz;1504.3.2.1.1;2.3.2.1.1. Diagnostisches Rollenspiel;1524.3.2.1.2;2.3.2.1.2. Das einstellungsändernde Rollenspiel;1564.3.2.1.3;2.3.2.1.3. Auswertung;1614.3.2.2;2.3.2.2. Paradigma b: Das Theater der Unterdrückten nach A. BOAL;1644.3.2.2.1;2.3.2.2.1. Die Entdeckung des eigenen Körpers;1654.3.2.2.2;2.3.2.2.2. Der Körper als Sprachmittel;1674.3.2.2.3;2.3.2.2.3. Theater als Sprache;1684.3.2.2.4;2.3.2.2.4. Auswertung;1745;III. Einstellungs-Verhaltensänderung: Ein Ziel im kirchlichen Kontext;1855.1;3.1. Systemischer und lebensweltlicher Hintergrund der Krise;1885.1.1;3.1.1. Interaktions-, Gesellschafts- und Organisationssysteme;1915.1.2;3.1.2. System und Lebenswelt;1935.2;3.2. Die Sozialgestalten von Religion im Wandel;1995.2.1;3.2.1. Einstellungsänderung in systemischer und lebensweltlicher Sicht im religiösen Kontext;1995.2.2;3.2.2. Wege zu einer Gruppenkirche;2045.3;3.3. Rekonstruktion einer gemeinsamen Lebenswelt;2105.3.1;3.3.1. Einstellungsänderung auf der Struktur- und Funktionsebene;2115.3.1.1;3.3.1.1. Strukturänderung auf der Systemebene Gemeinde;2115.3.1.2;3.3.1.2. Funktionsänderung auf der Systemebene Gemeinde;2155.3.2;3.3.2. Einstellung-Verhaltensänderung als pädagogisches Ziel der Gemeindepraxis;2215.3.3;3.3.3. Zwischenergebnis;2255.4;3.4. Der Glaube als Strukshow more