Ein Lebensweg
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Ein Lebensweg

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Description

In dem ihr eigenen, ganz direkten Stil erzählt Maria Beig ein Leben, das kurz nach dem 1. Weltkrieg anfängt und bis in die Gegenwart reicht. Dass es der Autorin eigenes Leben ist, dessen "Lebensweg" hier so lapidar geschildert wird, macht alles noch authentischer, zwingender. Der 2. Weltkrieg spielt diesem Leben mit. Konsequenzen einer Liebe verändern alles, was nach dem Krieg kommt. Immer wieder hätte alles anders kommen können. Doch weil es nicht anders kam, entsteht das Schicksal einer Frau, die als siebtes von mehr als einem Dutzend Kinder auf einen oberschwäbischen Bauernhof geboren wird - mit allen Konsequenzen, die solch eine Geburt für ein Mädchen 1920 mit sich bringt. Erst jetzt, im hohen Alter, darf dieses Leben zu einem Ich finden und Dinge aussprechen, die lange ihr Geheimnis blieben. Und so begleiten wir die Figur, die Maria Beig heißt, auf ihrem weiten Weg zu sich selbst; wir begleiten dieses Leben, das ein Ich immer schon in sich trug, es jedoch immer wieder, um in der Welt weiter bestehen zu können, selbst zerstören musste. Das Erzählen ist bei ihr Erlösung und Einlösung zugleich: Maria Beig hat es schon immer verstanden, Geschichte so zu erzählen, dass vermeintlich kleine Schicksale zu großer Literatur wurden. Dieses Kunststück gelingt ihr nun beeindruckend auch mit ihrem eigenen Lebensweg.show more

Product details

  • Paperback | 154 pages
  • 114 x 188 x 12mm | 117.93g
  • Kloepfer und Meyer
  • German
  • 3863511018
  • 9783863511012

Review Text

"In der Schilderung der bäuerlichen Welt betreibt das Buch so etwas wie nüchtern-poetische Sozialgeschichtsschreibung. Glaubhaft ruft es eine versunkene Welt herauf und folgt der Spur subjektiven Erlebens - auch in der Gewichtung. Hätte Maria Beig den Hebel-Preis nicht schon 2004 erhalten, mit diesem Buch hätte sie die Auszeichnung verdient." Badische Zeitung "Was sie immer schon in sich trug und in ihren Büchern verbarg, über ihre Kindheit, ihren dornigen Weg als uneheliche Mutter wie als Ehefrau, die unter dem Diktat des Mannes litt, das hat Maria Beig jetzt beim Namen genannt." Vorarlberger Nachrichten "Bei aller Härte, bei allen Verlusten und Verletzungen, die Beig zur Sprache bringt, ist dank des 'Gleichmuts' und der Wahrhaftigkeit auch ein versöhnliches, tröstliches und tröstendes Buch entstanden: ein Werk, das die Summe über ein uvre zieht, dessen Wurzeln darin zu suchen sind, dass sich das Unglück, das nach einem Wort von Arnold Stadler ja als Glück gedacht war, schreibend verwandeln lässt." allmende "Hier wird nichts beschönigt, hier wird niemand geschont, am wenigsten schont sich die Autorin selbst. 'Ein Lebensweg' ist zweifellos das persönlichste, mutigste Buch der 1920 geborenen Chronistin bäuerlichen Lebens und weiblichen Schicksals in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts." Schwäbische Zeitung "Maria Beig beschönigt nichts, beschreibt keine Idylle auf dem Bauernhof zwischen den Weltkriegen. Im Gegenteil: Unprätentiös und lakonisch, herb und poetisch zugleich schildert sie ihren 'Lebensweg'. Am Ziel scheint Maria Beig mit diesem bewegenden und wahrhaftigen Buch angekommen zu sein, nämlich mit Gleichmut die Beschwernisse des Alters zu ertragen." literaturkritik.de "Es ist ein Segen, dass sich Maria Beig bis heute nicht vom Schreiben abbringen ließ. Was für ein Lebensweg." Rainer Moritz, Stuttgarter Zeitung "Eine schmerzliche Auseinandersetzung mit der Heimat: Maria Beigs 'Ein Lebensweg' steht in der Spannung von Verwurzelung und Befreiung. Geradlinig, schlaglichtartig und spannungsvoll schildert die Schriftstellerin ihre Jugend: Hass war ihre erste Erinnerung und der wurde im Weiteren genährt, eröffnet Beig ihre Autobiographie mit dem eindrucksstarken Bild von der Großmutter, deren über den Kinderwagen gebeugter Kopf ihr die Sonne verdunkelt und auch sonst Schatten ins junge Leben wirft." Reutlinger General-Anzeiger "Maria Beig versteht die Kunst des Weglassens. Mit unfassbarer Lakonie beschreibt sie, wie sich das anfühlt, von der Familie verstoßen zu werden. Maria Beig hat ein sperriges Buch zu einem sperrigen Leben geschrieben, doch es atmet Glaubwürdigkeit aus jedem Satz." Schwäbisches Tagblatt "Maria Beig - bescheiden, sympathisch und hochbegabt. In 'Ein Lebensweg' berichtet sie in großer Offenheit, was in 'Rabenkrächzen' und 'Hochzeitslose' nur zwischen den Zeilen herauszulesen war: 'Ich habe alles verschweigen müssen, hab's auch vergessen wollen'." Karin Wehrheim , Bodenseeradio (SWR) "Maria Beigs Sätze sind einfach, sperrig, spröde. Und doch fesseln ihre Erinnerungen. Unwillkürlich will der Leser diese tapfere Frau auf ihrem weiten Weg zu sich selbst begleiten. Ein kleines, feines Buch, das gerade in seiner Schlichtheit berührt." Christel Freitag, SWR2 und dradio "Unverblümt erzählt Maria Beig von den Mühen der Ausbildung zur Lehrerin, ehrlicher als viele ältere Menschen schildert sie die Verstrickung ihrer Generation in das nationalsozialistische System... und sie schreibt schmerzliche Geheimnisse auf. Ein bewegendes Lebenszeugnis. Hart, bedrückend, herb. Maria Beig beschönigt nichts. Sie zeigt einen Weg auf, die Mühen des Lebens zu ertragen, indem man sie erzählt. Beim Lesen wird man weiser." Oswald Burger, Südkurier "Welch fantastisches Panorama einer schwäbischen Kindheit um 1930 entwickelt sich da! Mit knappsten Mitteln gelingen Beig unvergessliche Szenen wie der 'lebenslängliche' mütterliche Kampf gegshow more