Das "wahrhaft goldene Athen"

Das "wahrhaft goldene Athen" : Die Auseinandersetzung griechischer Kirchenväter mit der Metropole heidnisch-antiker Kultur. Diss.

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Athen wird spätestens seit dem fünften Jahrhundert v. Chr. als Metropole der griechischen Kultur gefeiert. Die Auseinandersetzung der Kirchenväter mit dieser heidnisch-antiken Kultur kristallisiert sich daher in ihrer Bewertung Athens. Manche christliche Äußerungen der ersten Jahrhunderte zeugen noch von einer erheblichen Bildungsskepsis; in der Spätantike dagegen verstärkt sich bei griechischen Kirchenvätern das Bedürfnis und durch die politische Entwicklung auch die Notwendigkeit nach Integration der griechischen Kultur, also des eigenen kulturellen Erbes, in die christlich werdende Gesellschaft. Eusebius von Caesarea versteht sich ausdrücklich als Grieche und als Christ und stellt mit diesem Selbstverständnis die Welt- und universale Kulturgeschichte dar. Die Kappadokier Gregor von Nazianz und Basilius von Caesarea sind Angehörige der Oberschicht und stammen aus christlichen Familien. Sie müssen sich anderen, bildungsskeptischen Christen gegenüber mit ihrer eigenen, mit der Chiffre und der Stadt Athen verbundenen Biographie auseinandersetzen; sie bekräftigen aber Heiden gegenüber zugleich ihren intellektuellen An-spruch, der auf in Athen erworbener Bildung gründet. So bahnen die Christen des dritten und vierten Jahrhunderts auf unterschiedliche Weise den Weg zu einer radikalen christlichen Neubewertung der Bildungsstätte Griechenlands. Sie kann von der Gegenspielerin Jerusalems zu einer goldenen Stadt werden, wenn man ihre historische und kulturelle Bedeutung aus der richtigen, das heißt jetzt christlichen, Perspektive sieht und ihre Schätze zu bergen und zu nutzen versteht.show more

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