"Cher Georges" - Cher Eugen": Die Korrespondenz zwischen Georges Perec und Eugen Helmlé

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Description

Alles begann mit einer simplen Frage: Was genau man sich unter einem col boutonnant vorzustellen habe, erkundigte sich am 13. Februar 1966 der Sulzbacher Übersetzer Eugen Helmlé (1927-2000) in seinem ersten Brief an den französischen Autor Georges Perec (1936-1982). Helmlé hatte gerade vom Stahlberg-Verlag den Auftrag bekommen, dessen mit dem renommierten Prix Renaudot ausgezeichnetes Debüt Les choses (Die Dinge) zu übersetzen. Perec antwortete umgehend: Er beschrieb nicht nur den geknöpften Kragen, sondern fertigte auch eine kleine Zeichnung davon an. Darüber hinaus offenbarte er literarische Anspielungen in seinem Text, etwa auf Gustave Flaubert. Bald wurde aus der Briefbeziehung eine Freundschaft: Helmlé reiste oft nach Paris und Perec war häufiger und gern gesehener Gast im Saarland. Eine literarische Herausforderung waren für den Sulzbacher Autor die sprachspielerischen Werke Perecs in der Tradition von OULIPO, etwa der e -lose Roman La Disparition, den Helmlé gleichfalls ohne diesen Vokal, den am häufigsten in der französischen und in der deutschen Sprache vorkommenden Buchstaben, übertrug (Anton Voyls Fortgang). Der letzte Brief Helmles erreichte den schwerkranken Freund wenige Tage vor dessen Tod. Es ist eine Einladung nach Spanien, wo Helmlé an der Übersetzung von Perecs autobiographischem Roman W oder die Kindheitserinnerung arbeitet. Die Korrespondenz gewährt detaillierte Einblicke in die Werkstatt eines bedeutenden Übersetzers französischer Gegenwartsliteratur. Sie dokumentiert die ungewöhnliche Zusammenarbeit von zwei Autoren, die - verwandt in ihrer Lust am Spiel mit der Sprache - literarische Grenzen neu vermaßen. Nicht zuletzt läßt sich, nach einer Phase des vorsichtigen Herantastens, das Wachsen einer engen Freundschaft verfolgen.show more

Product details

  • Hardback | 160 pages
  • 115 x 190mm
  • Gollenstein Verlag
  • German
  • 1. Aufl.
  • 3863900138
  • 9783863900137