Angst zu trauern
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Angst zu trauern : Trauerabwehr in Bindungstheorie und psychotherapeutischer Praxis

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Description

Auf der Basis jahrzehntelanger Praxisrfahrung, Erkenntnissen der Säuglingsforschung und der Bindungstheorie John Bowlbys behandelt der Autor einen bisher wenig beachteten Aspekt in schwierigen Therapieverläufen: Die konsequente Trauerabwehr bei Patientinnen und Patienten, bedingt durch sehr früh erworbene Muster der Affektregulation, läßt Therapien immer wieder stagnieren oder scheitern. Je dramatischer Erfahrungen der Hilflosigkeit und Ohnmacht in der frühen Kindheit waren, desto stärker ist die Neigung, Trauer zu unterdrücken. Schon Kleinkinder haben die Möglichkeit der Gefühlsabwehr, und oft steht das ganze Leben im Zeichen der Verleugnung von Trauer.Verfestigt sich diese Abwehr zu einer Grundhaltung, dann fühlen sich die Betroffenen "wieversteinert" oder "unlebendig". Häufig kommt es auch zu Angstzuständen, Depressionen oder unklaren Schmerzen, klinischen Symptomen also, die den Patienten in die Therapie führen.
Im Zentrum des Buches stehen die Praxisrfahrungen des Autors mit dem Phänomen der Trauerabwehr und den entsprechenden Störungen. In einem zentralen und mehreren flankierenden Behandlungsbeispielen wird gezeigt, wie Gefühlsblockaden bewußt gemacht, Trauerprozesse nachgeholt und Verlust- und Versagungserfahrungen besser ins Leben des Betroffenen integriert werden können. Bindungs- und Objektbeziehungstheorie liefern hierzu wertvolle Erklärungsansätze.
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Product details

  • Paperback | 236 pages
  • 136 x 211 x 24mm | 328g
  • German
  • 3608897313
  • 9783608897319

Table of contents

Vorwort

1. Trauer

1.1 Trauer in den Begegnungen an einem beliebigen Behandlungstag
- 1.1.1 Trennung
- 1.1.2 Die vermiedene Teilnahme am Begräbnis der Mutter
- 1.1.3 Am Ende der langjährigen Behandlung
- 1.1.4 Untreue der Partnerin
- 1.1.5 Schwere Vorwürfe der ältesten Schwester
- 1.1.6 Verletzungen - sexuelle Misshandlung
- 1.1.7 Das Grab der Mutter und die Unerwünschtheit als Kind
1.2 Zu trauern lernen
1.3 Verluste, die Trauer auslösen
1.4 Was ist Trauer und was bedeutet trauern
- 1.4.1 Kulturanthropologische Anmerkungen zur Trauer - Trauer als "totales Sozialphänomen"
- 1.4.2 Traueruniversalien
- 1.4.3 Affektregulierung
- 1.4.4 Trauerverhalten als Übergangsritus
- 1.4.5 Dreiphasigkeit der Trauerprozesse
- 1.4.6 Eine Kulturanthropologische Theorie der Trauersitten und -riten

2. Angst zu trauern

2.1 John Bowlbys Theorie der Trauer auf dem Boden der Bindungstheorie
- 2.1.1 Die Bindungstheorie
- 2.1.2 Grundlegende Störungen der Bindung
- 2.1.4 Verlust und Depression (Pathologische Trauer)
- 2.1.5 Chronische Trauer - Depression
- 2.1.6 Fehlende Trauer
- 2.1.7 Euphorie
- 2.1.8 Ausschluss von Informationen aus dem Bewusstsein - Abwehr
- 2.1.9 Depressive Störung und Kindheitserfahrung
- 2.1.10 Akute Trauer und Hinweise auf Chronifizierung
- 2.1.11 Bowlbys Thesen zu den Grundlagen der gestörten Trauer als Depression
- 2.1.12 Einschätzung der Abwehrprozesse bei Bowlby
- 2.1.13 Depressive Störung und Kindheitserfahrung - Affekt der Hilflosigkeit (s.a.u. 5.7.5) und andere passive Affekte
- 2.1.14 Bowlbys Thesen zu den Grundlagen der gestörten Trauer als Depression

3. Psychoanalyse der Trauer - eine Auswahl

3.1 Sigmund Freud "Trauer und Melancholie"
3.2 Kleins "depressive Position" und das Konzept der Trauer
3.3 Stichworte zu Edith Jacobsons Konzept der Depression und Trauer
3.4 Zusammenfassung Psychoanalyse der Trauer
- 3.4.1 Ein Integrationsversuch
- 3.4.2 Die bewusst zugängliche und unbewusste Dynamik bei chronischer Trauer (Depression)
- 3.4.3 Das Nichtwissen über den ursächlichen Verlust in der Depression
- 3.4.4 Dynamik der libidinösen Seite der Objektbeziehung in der Depression
- 3.4.5 Dynamik der antilibidinösen Seite der Objektbeziehung, bewusster Ärger und Schuld
- 3.4.6 Die Not bei aggressiven Konflikten in der Depression und moralische Abwehr
- 3.4.7 Innere Dichotomie der Trauervorgänge
3.5 Der psychoanalytische/psychotherapeutische Prozess als Folge von Veränderungskrisen

4. Die Bedeutung der Affekte

4.1 Zur psychoanalytischen Theorie der Affekte
4.2 Die Bedeutung der Bindung für den Erwerb der Affektregulierung
4.3 Reaktionen der Bindungsperson auf Affekte ("Spiegelung der Affekte")
4.4 Therapeutischer (psychoanalytischer) Prozess und Affektmuster, Verhaltensmuster und Kognitionsmuster
4.5 Beispiele für Affektmuster, Verhaltensmuster und Kognitionsmuster

5. Affekte und Angst zu trauern

5.1 Affektregulierung als Schlüssel zum Trauergeschehen
5.2 Art der Affektregulierung bei Trauer
5.3 Affektabwehr im gegenwärtigen -Trauergeschehen
- 5.3.1 Affektunterdrückung mit teilweiser Fragmentierung:
- 5.3.2 Affektunterdrückung und Externalisierung
- 5.3.3 Affektisolierung von den zugehörigen Kognitionen mit Verschiebung in andere Bereiche der Kognition
- 5.3.4 Rückzug aus der Interaktion, innere Verschlossenheit durch Verzicht auf Austausch
- 5.3.5 Umschlagen von Affektzuständen
5.4 Affektregulierung und chronische Depression - Affektabwehr gegenüber durch aktuellen Verlust wachgerufene Affekte aus früheren Verlusten
5.5 Schuldgefühle
5.6 Das Fehlen bewussten Kummers, von Gram, von Schmerz um einen Verlust bei beiden grundsätzlichen Formen gestörter Trauer
5.7 Neurotische Symptome, abgewehrte Trauer und Affekte
- 5.7.1 Neurose und Abwehr depressiver Gefühlszustände
- 5.7.2 Passive depressive Affekte
- 5.7.3 Genese der passiven depressiven Affekte
- 5.7.4 Abwehr passiver, depressiver Affekte
- 5.7.5 Hilflosigk
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About Rainer Rehberger

Rainer Rehberger, Dr. med., ist Facharzt für Psychotherapeutische und Innere Medizin, Psychoanalytiker und Gruppenanalytiker in freier Praxis in Seefelden (Bodensee).
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