Verlust, Trauma und Resilienz
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Verlust, Trauma und Resilienz : Die therapeutische Arbeit mit dem "uneindeutigen Verlust"

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Description

Pauline Boss ist die Vordenkerin des Konzeptes des "uneindeutigen Verlustes". Sie zeigt, wie durch therapeutische Strategien die seelische Widerstandskraft (Resilienz) der Betroffenen erhöht werden kann, wenn sie sich mit dem traumatischen Verlust konfrontiert sehen und keinen Ausweg erkennen. Das Phänomen "uneindeutiger Verluste" meint zwei unterschiedliche Erscheinungsformen von Verlusterfahrungen: Zum einen den Verlust eines nahestehenden Menschen, der physisch nicht greifbar, doch psychisch als anwesend empfunden wird. Beispiele sind die Opfer des Tsunami, die nicht zu identifizierenden Opfer des Anschlags vom 11. September oder verschwundene Kinder wie im bekannten Fall Madeleine. Zum anderen die Gruppe von Menschen, die zwar körperlich anwesend sind, deren Geist und Persönlichkeit aber allmählich dahinschwinden wie bei Alzheimer-Demenz. Diese Fälle stellen eine besondere Belastung für das seelische Gleichgewicht der Zurückgebliebenen dar. Eine ehemals vertraute Person wird einem fremd, ohne dass man sich emotional endgültig von ihr lösen könnte. Es entsteht ein Prozess des immerwährenden Abschiednehmens, der die Betroffenen gefühlsmäßig versteinern lässt. Boss zeigt Techniken und therapeutische Strategien, mit deren Hilfe die Betroffenen lernen, ihr Schicksal anzunehmen und eine gesunde Einstellung zum Leben zu finden. Sie lernen, ihre Lebenssituation wieder in die Hand zu nehmen, und gewinnen die Einsicht, mit der Ungewissheit des Verlustes weiterleben zu müssen. Das Phänomen "uneindeutiger Verluste" meint zwei unterschiedliche Erscheinungsformen von Verlusterfahrungen: Zum einen den Verlust eines nahestehenden Menschen, der physisch nicht greifbar, doch psychisch als anwesend empfunden wird. Beispiele sind die Opfer des Tsunami, die nicht zu identifizierenden Opfer des Anschlags vom 11. September oder verschwundene Kinder wie im bekannten Fall Madeleine. Zum anderen die Gruppe von Menschen, die zwar körperlich anwesend sind, deren Geist und Persönlichkeit aber allmählich dahinschwinden wie bei Alzheimer-Demenz. Diese Fälle stellen eine besondere Belastung für das seelische Gleichgewicht der Zurückgebliebenen dar. Eine ehemals vertraute Person wird einem fremd, ohne dass man sich emotional endgültig von ihr lösen könnte. Es entsteht ein Prozess des immerwährenden Abschiednehmens, der die Betroffenen gefühlsmäßig versteinern lässt. Boss zeigt Techniken und therapeutische Strategien, mit deren Hilfe die Betroffenen lernen, ihr Schicksal anzunehmen und eine gesunde Einstellung zum Leben zu finden. Sie lernen, ihre Lebenssituation wieder in die Hand zu nehmen, und gewinnen die Einsicht, mit der Ungewissheit des Verlustes weiterleben zu müssen.show more

Product details

  • Hardback | 315 pages
  • 161 x 234 x 28mm | 601g
  • Klett-Cotta Verlag
  • German
  • 1. Aufl.
  • 3608944753
  • 9783608944754

Table of contents

Vorwort für die deutschsprachige Ausgabe von A. und B. Hildenbrand Geleitwort von Carlos E. Sluzki Vorbemerkung Der Aufbau des Buches Der Kreis schließt sich Einführung: Verlust und Ambiguität Die kontextuelle Perspektive Uneindeutiger Verlust und traumatischer Stress Das Konzept des uneindeutigen Verlusts Die Geschichte der Konzeptentwicklung Die konzeptuelle Basis: Stress und Resilienz Die therapeutische Ausbildung Weiterer Forschungsbedarf Fazit Teil I Das Konzept des uneindeutigen Verlusts 1 Die Wahlfamilie Die Wahlfamilie als Stress- und Resilienzfaktor Wahlfamilie und kulturelle Vielfalt Theoretische Annahmen Ambiguität bezüglich Abwesenheit und Anwesenheit Fazit 2 Trauma und Stress Das therapeutische Repertoire erweitern Stress und Trauma Die Notwendigkeit familientherapeutischer Ansätze in der PTBS-Behandlung Die Notwendigkeit familientherapeutischer Ansätze in der Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen ( Sbe ) Behandlung und Intervention 3 Resilienz und Gesundheit Definitionen Die Geschichte des Resilienzbegriffs und neuere Forschungen Resilienz kann auch zum Problem werden Leitfaden für Therapie und Prävention Fallbeispiel Teil II Therapeutische Ziele im Umgang mit uneindeutigem Verlust 4 Sinn zuschreiben Die Suche nach Sinn Die Phänomenologie des Sinns Wie finden Menschen Sinn? Was hindert Menschen daran, Sinn zu finden? Therapiemethoden und Wege zum Sinn Fazit 5 Beherrschbarkeit relativieren Was versteht man unter Beherrschbarkeit? Theoretischer Hintergrund Wie kann das Gefühl der Beherrschbarkeit relativiert werden? Wann muss das Gefühl der Beherrschbarkeit relativiert werden? Therapiemethoden und Wege zu einem moderaten Gefühl der Beherrschbarkeit Fazit 6 Identität neu definieren Identität und uneindeutiger Verlust Die soziale Konstruktion als theoretischer Hintergrund Was fördert die Neudefinition der Identität? Was verhindert die Neudefinition der eigenen Identität? Therapiemethoden und Wege zur veränderten Identität Fazit 7 Ambivalenz als etwas Normales begreiflich machen Ambiguität und Ambivalenz Zusammenhang zwischen normaler Ambivalenz und Resilienz Theoretischer Hintergrund Was hilft, Ambivalenz als etwas Normales zu begreifen? Was hindert daran, Ambivalenz als etwas Normales zu begreifen? Therapiemethoden und Wege, Ambivalenz als etwas Normales begreiflich zu machen Fazit 8 Bindung revidieren Bindung und Ambiguität Theoretische Überlegungen zu Umfeldproblemen und Kontext Was fördert die Revision der Bindung? Was behindert die Revision der Bindung? Therapiemethoden und Wege zur Bindungsrevision Fazit 9 Hoffnung für sich entdecken Hoffnung und uneindeutiger Verlust Theoretischer Hintergrund Wann hilft Hoffnung? Wann behindert Hoffnung? Therapiemethoden und Wege zur Hoffnung Fazit Epilog: Das Selbst des Therapeuten Der Ausgangspunkt Ambiguität und Verlust besser aushalten können Fazit Dank Anmerkungen Literatur Registershow more

Review quote

»Pauline Boss gehört zu den Pionieren der systemischen Therapie. (...) Trotz oder wegen dieser Erfahrung liefert ihr Buch viele Anregungen zu dem, was bei einer Therapie derart traumatisierten Menschen zu beachten ist oder nun auch: wie sich ihnen zu einer Resilienz verhelfen lässt. Dabei bringt sie auch immer wieder Erkenntnisse ins Spiel, die sich einem systemischen Denken verdanken. Kein Wunder daher, dass ich ihr Buch in die Hände vieler Leserinnen und Leser wünsche.« Helm Stierlin, Familiendynamik, 3/2009 »Schon in "Imagination als heilsame Kraft" habe ich den Wert der Ressourcenorientierung und eine Konzentration auf die Selbstheilungskräfte der Patientinnen und Patienten hervorgehoben. Jedoch kam in den letzten Jahren ein in der Psychotherapie neuer Bereich dazu: die Resilienzorientierung. In meinen Buch "Überlebenskunst" habe ich erste Überlegungen dazu beschrieben. Resilienzorientierung in der Psychotherapie erfordert teilweise eine Umdenken bzw. eine Umakzentuierung dessen, was man tut bzw. wie man es tut. Diesem wichtigen Bereich soll nun in dieser Neuauflage besondere Bedeutung beigemessen werden. Ich werde deutlich machen, wie Orientierung am Leidvollen und an der Resilienz bei beinahe jedem Behandlungsschritt beachtet werden sollte und kann. Wesentliche Impulse hierfür verdanke ich dem bahnbrechenden Buch von Pauline Boss, "Verlust, Trauma und Resilienz".« Luise Reddemann im Vorwort zur Neuauflage von »Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie. PITT - Das Manual«show more