Schwarze Haut, weiße Masken

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Description

Frantz Fanon wuchs im postkolonialen Martinique auf und arbeitete nach seinem Einsatz im Zweiten Weltkrieg an psychiatrischen Kliniken in Frankreich und Algerien. Sein Thema ist vor diesem Hintergrund zu verstehen: die neurotische Subjektkonstitution der Schwarzen, die sich selbst als Menschen zweiter Klasse und die Welt der Weißen als erstrebenswertes Ziel sehen. Ursprünglich wollte er sein Buch "Essay über die Entfremdung des Schwarzen" nennen. Zur theoretischen Reflexion der Entfremdung in (post-/neo-)kolonialen Verhältnissen setzt sich Fanon in diesem ersten größeren Werk mit verschiedenen Philosophen (Marx, Hegel, Existenzialisten ...) und Psychoanalytikern (Freud, Jung, Adler, Lacan ...) auseinander. Von besonderer Bedeutung werden für die Ausarbeitung von Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung Lacans Theorem des Spiegelstadiums und Sartres Phänomenologie des Blicks. Fanon engagierte sich später in der algerischen Unabhängigkeitsbewegung, radikalisierte sich politisch weiter und wurde posthum vor allem durch sein antikolonialistisches Manifest "Die Verdammten dieser Erde" (1961) bekannt. Erst in den 1980er Jahren wurde Fanons psychoanalytische Auseinandersetzung mit der Kolonialität wiederentdeckt.show more

Product details

  • Paperback | 231 pages
  • 141 x 221 x 20mm | 334g
  • Turia + Kant, Verlag
  • German
  • 3851326768
  • 9783851326765
  • 2,408,883

About Frantz Fanon

Frantz Fanon (1925-1961), geb. in Martinique, studierte Medizin und Philosophie in Lyon, wandte sich mit diesem Buch von der Négritude-Bewegung als zu rückwärtsgewandt ab und engagierte sich politisch für aktive Selbstbehauptung der Kolonisierten in der westlichen Welt. Eva Moldenhauer übersetzt seit 1964 literarische und philosophi­sche Autoren und erhielt zahlreiche Preise; zusammen mit Karl-Markus Michel betreute sie die Hegel-Ausgabe im Suhrkamp-Verlag.show more