Gestern unterwegs: Aufzeichnungen November 1987 bis Juli 1990

Gestern unterwegs: Aufzeichnungen November 1987 bis Juli 1990

Paperback suhrkamp taschenbücher Allgemeine Reihe Language: German

By (author) Peter Handke

List price $18.63

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  • Publisher: Suhrkamp Verlag GmbH
  • Format: Paperback | 552 pages
  • Language: German
  • Dimensions: 135mm x 179mm x 31mm | 327g
  • Publication date: 1 July 2007
  • ISBN 10: 3518458868
  • ISBN 13: 9783518458860
  • Sales rank: 1,467,766

Product description

Lieber Leser! »Gestern unterwegs« gibt sich, nach dem »Gewicht der Welt«, der »Geschichte des Bleistifts«, den »Phantasien der Wiederholung «, »Am Felsfenster, morgens«, als die letzte Phase meines Mit-Schreibens mit den täglichen und nächtlichen Geschehnissen. Es bezeichnet auch den Übergang oder die Übergänge vom puren Mit-Schreiben (vorherrschend vor allem im »Gewicht der Welt«, 1975 bis 1977) zum nachträglichen, leicht zeitversetzten Notieren: von dem, was »jetzt« geschieht, zu dem, was »gestern« geschah, und vorgestern, und vor einigen Tagen, und vor einer Woche ... Wen es interessiert, der soll wissen, daß ich in den Jahren von »Gestern unterwegs« das Theaterstück »Das Spiel vom Fragen« schrieb, dann den »Versuch über die Müdigkeit«, dann das Filmbuch »Die Abwesenheit«, dann den »Versuch über die Jukebox«; zuletzt übersetzte ich Shakespeares »A Winter's Tale«. P. H., 22. Februar 2005 (es schneit, oder, aus dem Arabischen rückübersetzt: »Es schneit auf die Erde«)

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Author information

Peter Handke wird am 6. Dezember 1942 in Griffen (Kärnten) geboren. Die Familie mütterlicherseits gehört zur slowenischen Minderheit in Österreich; der Vater, ein Deutscher, war in Folge des Zweiten Weltkriegs nach Kärnten gekommen. Zwischen 1954 und 1959 besucht er das Gymnasium in Tanzenberg und das dazugehörige Internat. Nach dem Abitur im Jahr 1961 studiert er in Graz Jura. Im März 1966, Peter Handke hat sein Studium vor der letzten und abschließenden Prüfung abgebrochen, erscheint sein erster Roman Die Hornissen. Im selben Jahr 1966 erfolgt die Inszenierung seines inzwischen legendären Theaterstücks Publikumsbeschimpfung in Frankfurt in der Regie von Claus Peymann. Seitdem hat er mehr als dreißig Erzählungen und Prosawerke verfaßt, erinnert sei an: Die Angst des Tormanns beim Elfmeter (1969), Der kurze Brief zum langen Abschied (1971), Die linkshändige Frau (1976), Langsame Heimkehr (1979), Die Lehre Sainet-Victoire (1981), Der Chinese des Schmerzes (1983), Die Wiederholung (1986), Mein Jahr in der Niemandsbucht (2004), Der Bildverlust (2002) sowie 2008 Die morawische Nacht. Auf die Publikumsbeschimpfung folgt 1967, ebenfalls in Frankfurt uraufgeführt, Kaspar von hier spannt sich der Bogen weiter über Der Ritt über den Bodensee (1970), Die Unvernünftigen sterben aus (1973), Das Spiel vom Fragen oder Die Reise zum sonoren Land (1988), Die Stunde da wir nichts voneinander wußten (1991), über den Untertagblues (2002) und Bis daß der Tag euch scheidet (2008) über das große Epos Immer noch Sturm, das im August 2011 bei den Salzburger Festspielen seine Uraufführung hatte und 2012 mit dem Mülheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet wurde, bis zum Sommerdialog Die schönen Tage von Aranjuez (2012). Darüber hinaus hat Peter Handke viele Prosawerke und Stücke von Schriftsteller-Kollegen ins Deutsche übertragen: Aus dem Griechischen Stücke von Aischylos, Sophokles und Euripides, aus dem Französischen Emmanuel Bove (unter anderem Meine Freunde), René Char und Francis Ponge, aus dem Amerikanischen Walker Percy. Sein Werk wurde mit zahlreichen internationalen Preisen geehrt. Die Formenvielfalt, die Themenwechsel, die Verwendung unterschiedlichster Gattungen (auch als Lyriker, Essayist, Drehbuchautor und Regisseur ist Peter Handke aufgetreten) erklärte er selbst 2007 mit den Worten: »Ein Künstler ist nur dann ein exemplarischer Mensch, wenn man an seinen Werken erkennen kann, wie das Leben verläuft. Er muß durch drei, vier, zeitweise qualvolle Verwandlungen gehen.«

Review quote

Rowohlt-Verleger Alexander Fest im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf die Frage: »Welches Buch hätten Sie gern verlegt?« »Von den Büchern der letzten Jahre sicherlich Handkes Gestern unterwegs. Ich hatte Handke eigentlich nie richtig gelesen, bis Martin Walser mir vor einigen Jahren das Gewicht der Welt nannte, das müsse ich kennen. Da las ich es, beeindruckt. Kurz darauf kam dann Gestern unterwegs heraus, das ich dann dreimal gelesen habe in den letzten Jahren. Ein nicht auszuschöpfendes Buch, schon weil es kein Wissen weitergeben, so gut wie nichts lehren, nichts erzählen will. Es will bloß gelesen und im Lesen angenommen und verstanden werden. Ich kann hier schwer ausdrücken, welchen Genuss mir das verschafft hat.«